Satzung

des Freundeskreis Altenstadt

Verein für ehrenamtliche Suchtkrankenhilfe e.V.

 

Präambel

Da sich die Vereinigung im Wesentlichen als Selbsthilfeorganisation versteht, und die Grundlagen dieser Arbeit auf eigenen Anstrengungen Suchtkranker basieren, wird auf die Weiterführung der bisherigen ideellen Vorstellungen, Förderung aller Bemühungen um die Wiedereingliederung Suchtkranker und Suchtgefährdeter, gleich welcher Konfession oder Rasse in der Gesellschaft, großer Wert gelegt.

§1 Name und Sitz

  1. Der Verein trägt den Namen:      Freundeskreis Altenstadt Verein für ehrenamtliche Suchtkrankenhilfe.
  1. Sitz des Vereins ist: 63674 Altenstadt/Hessen.
  2. Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Büdingen einzutragen.

§2 Zweck und Aufgaben

  1. Die Aufgaben werden erfüllt in praktischer Ausübung christlicher Nächstenliebe. Zweck der Körperschaft ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. 
  1. Die Vereinigung bezweckt die Hilfe für Suchtkranke und Suchtgefährdete sowie für deren Angehörige und Bezugspersonen. Die Hilfe wird geleistet in Gesprächen, bei der Unterstützung der Auswahl von Therapiestätten, bei der Auswahl der Therapieform, bei der Suche eines Therapeuten oder karitativen Organisationen.
  1. Suchtkranke und Suchtgefährdete sollen vor und während, sowie nach Behandlungen betreut und in ihren Bemühungen um Rehabilitation unterstützt werden. 
  1. Andere Suchtkranke und –gefährdete, die sich noch nicht in Behandlung befinden, sollen über alle Möglichkeiten der Therapie informiert und in die Gruppenbetreuung einbezogen werden. 
  1. Die Öffentlichkeit, vor allem die Jugend, soll über Wesen und Verlauf der süchtigen Erkrankung sowie über vorbeugende Maßnahmen in Kenntnis gesetzt und mit Heilungsmaßnahmen und –aussichten bekannt gemacht werden. 
  1. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3 Wirkungskreis

  1. Die Vereinigung dient der freien Betreuung Suchtkranker und Suchtgefährdeter, deren Angehörigen und Bezugspersonen in Hessen.
  1. Darüber hinaus stehen alle Einrichtungen und Veranstaltungen des Vereins jedem Suchtkranken und –gefährdeten, dessen Angehörigen und Bezugspersonen, der im genannten Bereich hilfsbedürftig wird oder um Hilfe ersucht, offen, soweit die räumlichen und finanziellen Möglichkeiten des Vereins dies gestatten. 
  1. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 4 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der § 51 – 68 der Abgabenordnung 1977. Der Verein ist selbstlos tätig, Er strebt keine Gewinnerzielung an.  
  1. Das Vereinsvermögen und alle Einnahmen des Vereins sind für die satzungsmäßigen Zwecke gebunden und dürfen nur für diese Zwecke verwendet werde. 
  1. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.  

      Als Vergünstigung in diesem Sinne sind nicht anzusehen: 

  • Vergütung aus Arbeitsverträgen
  • Erstattung von notwendigen Auslagen

§ 5 Mitgliedschaft

1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden. 

2. Die Mitgliedschaft beginnt mit der Zustimmung des Vorstands zu einer eigenhändig unterschriebenen Beitrittserklärung und endet bei einer eigenhändig unterschriebenen Austrittserklärung mit Ablauf des Kalendervierteljahres, in dem der Austritt erklärt wird.  

  1. Von der Mitgliedschaft kann ausgeschlossen werden, wer das Ansehen des Vereins schädigt oder die Durchführung der Zwecke und Aufgaben des Vereins be- oder verhindert. Für den Ausschluss bedarf es einer 50 %-Mehrheit der Mitgliederversammlung.  
  1. Eine Streichung der Mitgliedschaft erfolgt, wenn ein Mitglied trotz schriftlicher Mahnung den Mitgliedsbeitrag bis zum 31.12. des laufenden Kalenderjahres nicht bezahlt hat. Über eine Streichung entscheidet der Vorstand.  
  1. Die Mitgliedschaft einer natürlichen Person endet mit dem Tode des Mitglieds, bei juristischen Personen mit ihrem Erlöschen.  
  1. Mitglieder, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, können zum Ehrenmitglied ernannt werden. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft beinhaltet folgende Sonderrechte: lebenslange Befreiung von der Pflicht zur Zahlung von Mitgliedsbeiträgen und eventueller Umlagen; unentgeltliche Teilnahme an kostenpflichtigen Vereinsveranstaltungen. Über eine Ehrenmitgliedschaft entscheidet der Vorstand.

§ 6 Beitrag

1. Es wird jährlich ein Mitgliedsbeitrag erhoben, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung (min. 50 % Mehrheit) festgelegt wird. 

2. Teilweise oder völlige Entbindung von der Beitragszahlung auf Zeit ist bei wirtschaftlicher Notlage möglich. Auf Antrag entscheidet der Vorstand.

§ 7 Organe des Vereins

       Die Organe des Vereins sind:

  •  Die Mitgliederversammlung (siehe § 8 der Satzung)
  •  Der Vorstand

§ 8 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Sie wird jährlich mindestens einmal einberufen.
      
  2. Die schriftliche Einladung ist durch den/die Vorsitzende/n des Vorstands, der die Mitgliederversammlung leitet, unter Angabe der Tagesordnung spätestens 14 Tage vorher an alle Mitglieder zu übersenden.  
  3. Wird von mindestens einem Viertel der Mitglieder die Durchführung einer Mitgliederversammlung schriftlich unter Angabe der Gründe verlangt, so hat der/die Vorsitzende des Vorstands innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags die Mitgliederversammlung einzuberufen.  
  4. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder. Kommt keine Beschlussfähigkeit zustande, so muss der/die Vorsitzende des Vorstands binnen 3 Wochen, jedoch frühestens eine Woche nach dem ersten Termin, erneut die Mitgliederversammlung einberufen, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig ist; in der Einladung ist darauf hinzuweisen.  
  1. Jedes Mitglied hat eine Stimme; Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen erfasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.  
  1. Anträge, über die die Mitgliederversammlung beschließen soll, sind dem Vorstand spätestens 8 Tage vorher schriftlich zu unterbreiten. Die Aufnahme weiterer Tagesordnungspunkte kann zu Beginn der Versammlung mit einer Mehrheit von 50% der erschienenen Mitglieder beschlossen werden.  
  1. Über die Verhandlungen ist von dem/der Schriftführer/in eine Niederschrift anzufertigen, die den Verlauf der Sitzung, sowie Anträge und Beschlüsse im Wortlaut wiedergeben und von dem/der Vorsitzenden, dem/der Schriftführer/in und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen sind.

 

§ 9 Aufgaben der Mitgliederversammlung  

1. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehört unter anderem: 

a) Überwachung der Erfüllung der in § 2 genannten Zwecke und Aufgaben

b) Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstands und des Jahresabschlusses

c) Entlastung des Vorstands

d) Wahl der Vorstandsmitglieder bzw. deren Abberufung

e) Ausschluss von Mitgliedern

f) Beschlussfassung über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins.  

  1. Die Mitgliederversammlung kann sich die Behandlung weiterer Angelegenheiten vorbehalten und Ausschüsse zur Wahrnehmung besonderer Aufgaben bilden. Die Ausschüsse sind nicht Organ des Vereins.

 

§ 10 Vorstand

 1.  Der Vorstand umfasst 5 Personen:

  • Den /die erste/n Vorsitzende/n 
  • Den/die Stellvertreter/in  
  • Den/die Schriftführer/in 
  • Den/die Kassierer/in 
  • Eine/n Beisitzende/n  

2.   Vorstand im Sinne des § 26 BGB (geschäftsführender Vorstand) sind der/die Vorsitzende, der/die Stellvertreter/in und der/die Kassierer/in. Der/die Vorsitzende hat Einzelvertretungsbefugnis; sonst zeichnen zwei gemeinsam.  

3.   Die Wahl des Vorstands erfolgt durch die Mitgliederversammlung. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen der anwesenden Mitglieder auf sich vereinigt.  

4.   Die Wahl erfolgt durch eine offene Abstimmung, die von einem aus der Versammlung zu bildenden dreiköpfigen Wahlausschuss gezählt wird. Auf Antrag kann eine geheime Wahl beschlossen werden.  

5.   Der Vorstand wird jeweils für die Dauer von zwei Jahren gewählt und verbleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.  

6.   Der Vorstand ist beschlussfähig bei Anwesenheit von mindestens drei Vorstandsmitgliedern. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der Erschienenen gefasst; bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.  

7.   § 8 Abs. 6 gilt entsprechend.  

8.   Vorstandsmitglieder können durch die Mitgliederversammlung auf Antrag vorzeitig von ihrer Aufgabe entbunden werden. Hierzu bedarf es einer 50 %-Mehrheit der erschienenen Mitglieder. Der Antrag kann sowohl aus der Mitgliederversammlung, als auch vom betreffenden Vorstandsmitglied gestellt werden. 

§ 11 Aufgaben des Vorstands  

Zu den Pflichten des Vorstands gehört:  

      a)   den Verein zu führen.  

      b)   Vorlage des Etats und der Jahresrechnung zur Beschlussfassung für die  Mitgliederversammlung.  

      c)   Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung und die Durchführung ihrer Beschlüsse.  

      d)   Information der Mitgliederversammlung über alle wichtigen Geschäftsvorfälle.

§ 12 Geschäftsjahr  

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Rumpfgeschäftsjahr endet am 31.12.2001. 

§ 13 Prüfung der Rechnungslegung  

Die Rechnungslegung wird von zwei gewählten Kassenprüfern/innen geprüft. Die Kassenprüfer/innen werden turnusmäßig mit dem Vorstand von der Mitgliederversammlung für jeweils 2 Jahre gewählt.

§ 14 Satzungsänderung und Auflösung  

Beschlüsse über Satzungsänderungen oder Auflösung des Vereins können nur anlässlich einer ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 50 % der erschienenen Mitglieder gefasst werden.  

Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen. 

§ 15 Anfallberechtigung  

Bei Auflösung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. 

§ 16 Inkrafttreten der Satzung  

Diese Satzung tritt mit der am 09.07.2001 erfolgten Vereinsgründung in Kraft.

 

Dies ist eine Abschrift der aktuellen Satzung, Altenstadt, 14. Januar 2016